Ölmühle Michelau

Rudersberg Öhlmühle Michelau

Die Ölmühle in Michelau ist die älteste am ursprünglichen Standort erhaltene Ölmühle in Baden-Württemberg. Als sie im Jahr 1754 errichtet wurde, war die Wieslauf noch nicht begradigt und überschwemmte regelmäßig das gesamte Tal. Das Dorf Michelau war ein sicherer Ort für die Mühle, denn es liegt auf einem durch Bodenerosion gebildeten Schuttkegel.

Im Gegensatz zu den romantisch gelegenen Mühlen rund um Welzheim liegt sie mitten in der besiedelten Landschaft. Die Mühle ist heute ein Museum, das eine früher eng mit dem Leben auf den Bauernhöfen verbundene Technik zeigt. Öl- und Faserpflanzen, sowie deren Verarbeitung bestimmten zu über zehn Prozent das bäuerliche Wirtschaften. Der Antrieb der Mühle bestand bis 1913 komplett aus Holz. Eine hölzerne Rinne leitete das Wasser auf ein unterschlächtiges Mühlrad. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Technik erneuert.

1928 zerstörte ein Hochwasser das alte Michelauer Wehr. Damit hatten die Ölmühle und auch die Michelauer Getreidemühle kein Wasser mehr. Während die Getreidemühle bis zu ihrer Elektrifizierung mit einem Dieselmotor betrieben wurde, bekam die Ölmühle erst 1946 einen elektrischen Antrieb. Nachdem der Betrieb 1955 eingestellt worden war, schien der Verfall unvermeidbar. Der Wiederaufbau durch die Gemeinde Rudersberg und private Sponsoren führte 1990 zur Eröffnung des frühindustriellen Museums.

Besichtigungen

Die Ölmühle kann von April bis Oktober immer am letzten Sonntag des Monats von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Außerdem ist sie am Mühlentag (Pfingstmontag) geöffnet. Technisches Museum – Ölmühle Michelau, Weilerwiesen 1. Für Schulklassen und Gruppen auch auf Vereinbarung mit dem Ortstamt Schlechtbach, Telefon 0 71 83 / 93 27 64, geöffnet.